Optik Reparaturbetrieb - Autoversicherung

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Optik Reparaturbetrieb


Würde die Schadensteuerung rein nach qualitativen Aspekten erfolgen, wäre sie für fortschrittliche Betriebe erfreulich. Leider ist oft das Gegenteil der Fall: Monetäre Überlegungen stehen im Vordergrund. Dass die Zurich bereits über die Reparatur von beschädigten Autos im Ausland nachdenkt, unterstreicht diese These.

Für einen Betrieb, welcher mit Auslastungsproblemen kämpft, ist es natürlich verlockend, durch einen Vertrag mit einer Versicherung zu zusätzlichen Aufträgen zu kommen. Dass diese zusätzlichen Aufträge zu schlechteren Konditionen erfolgen, ist kurzfristig betrachtet nicht problematisch. Doch mit zunehmender Steuerungsquote nimmt der Kostendeckungsbeitrag ab, da dann immer mehr Aufträge zu den schlechteren Konditionen ausgeführt werden müssen.

Folgende Punkte sind für den Vertragsbetrieb problematisch:

1. Zunehmender Kostendruck
Die Versicherung spielt ihre Marktmacht aus. Gewinnmaximierung ist, insbesondere von global tätigen Unternehmen, oberste Maxime. So wurden beispielsweise die Betriebe in England von den Versicherungen an den Rand des Ruins getrieben. Oder in Holland mussten die Reparaturbetriebe sogar in Streik gegenüber den Versicherungen treten, um minimale Anpassungen am Stundenverrechnungssatz durchzubringen.

2. Höhere Schwankungen in der Auslastung
Das Schadenvolumen ist nicht konstant, sondern stark schwankend. Werden die Aufträge durch den Reparaturbetrieb disponiert, können diese Schwankungen ausgeglichen werden. Das Resultat ist eine kontinuierliche Auslastung. Die Abwicklung über die Versicherung, beispielsweise einen Help-Point, lässt eine solche Disposition kaum zu.

3. Das Reparaturvolumen wird nicht vermehrt
Natürlich profitiert der Betrieb kurzfristig von einem Mehrumsatz. Doch die Rechnung geht mittel- oder langfristig negativ aus: Schon heute bieten Hersteller oder Importeure eigene Versicherungen an, um der Schadensteuerung den Wind aus den Segeln zu nehmen.

4. Reparaturvolumen nimmt ab
Nach geltendem Recht ist klar, wann ein Auto ein Totalschaden ist oder noch als reparaturwürdig einzustufen ist: Im Haftpflichtfall gilt der Zeitwert, im Kaskofall die Vertragsbedingungen. Gerade im Haftpflichtfall wittern Versicherungen oft das grosse Geschäft: Bei besonders gesuchten Autos versuchen sie einen Totalschaden zu konstruieren um dann mit dem Erlös des Fahrzeuges günstig wegzukommen.

5. Die Preisspirale nach unten ist offen
Bei den Frontscheiben kann beobachtet werden, wie der Markt läuft: Hat die Versicherung den Lead, sind dem Preisdruck keine Grenzen gesetzt. So werden häufig Windschutzscheiben durch Glasdiscounter ersetzt. Oft werden diese Arbeiten auf Stör, also an Orten ausgeführt, welche für diese Arbeiten gar nicht prädestiniert sind. Das gleiche ist bei der Reparatur von Hagelschäden zu beobachten.

6. Reparatur im Ausland
Natürlich arbeiten die Leute in Polen günstiger als in der Schweiz. Und bei den günstigen Transportkosten ist es nicht abwegig: Transport des beschädigten Autos ins Ausland mit billiger Reparatur. Dies ist nicht etwa aus der Luft gegriffen: Die Zurich hat diese Option bereits ins Auge gefasst: Siehe Grafik

Zurück

 
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü